NasumGrind Finale>> Mehr Material zur Band

CD 1:

01.-06. „Blind world“ Split 7“EP with Agathocles
07.-15. „Really fast Vol. 9“ compilation LP
16. Previously unreleased
17.-24. „Smile when you’re dead“ Split 7“EP with Psycho
25.-32. „Grindwork“ 4-way Split 3“MCD
33. Previously unreleased
34.-47. „Domedagen“ Demo
48.-66. „Industrislaven“ MCD
67.-82. „World in turmoil“ 7“EP
83.-90. „The black illusions“ Split 7“EP with Abstain

CD 2:

1.-16. „Regressive hostility“ compilation CD
17. „In defense of our future“ – A tribute to Discharge
18.-21. Untitled bonus 7“EP that came with the „Inhale/Exhale“ LP
22.-25. Split 7“ EP with Warhate
26.-29. Unreleased outtakes
30. „The bloodbath is coming“ compilation 2x7“
31.-34. Unreleased outtakes from the „Human 2.0“ session
35. „Requiems of revulsion“ – A tribute to Carcass
36.-40. Split 7“ EP with Asterisk
41.-45. Split 7“ EP with Skitsystem
46.-48. „Polar grinder“ compilation LP
49. Japanese bonus track on „Helvete“
50.-56. Unreleased outtakes from the „Helvete“ session
57.-58. Japanese bonus tracks on „Shift“
59.-62. Unreleased outtakes from the „Shift“ session
Das schwedische Grindcore – Kommando Nasum veröffentlichte vier Longplayer, namentlich „Inhale/Exhale“ (1997), „Human 2.0“ (2001), „Helvete“ (2003) und „Shift“ (2004), ehe die Band im Dezember 2004 durch ein tragisches Ereignis auseinander gerissen wurde: Sänger, Gitarrist und Produzent Mieszko Talarczyk, der gemeinsam mit seiner Freundin in Thailand weilte, um dort seinen 30.Geburtstag zu feiern, wurde Opfer der Tsunami-Flutkatastrophe. Zunächst galt Talarczyk offiziell als vermisst, doch zwei Monate nach dem schrecklichen Unglück wurde sein toter Körper identifiziert und in sein Heimatland überführt. Obwohl das Nasum – Aushängeschild streng genommen nicht zu den Gründungsmitgliedern der Band gehört hatte (Nasum waren 1992 durch Anders Jakobson (g. / später d.) und Rickard Alriksson (d., v.) gegründet worden und Mieszko Talarczyk stieß wenig später zunächst lediglich als zusätzlicher Gitarrist zum Line Up), bedeutete Mieszko’s Tod gleichzeitig das Ende Nasums. Seine letzten musikalischen Wegbegleiter, Jon Lindqvist (b.), Urban Skytt (g.) und Anders Jakobson (d.), entschlossen sich konsequenterweise dazu, das Kapitel Nasum zu schließen und Mieszko somit in seiner Musik weiterleben zu lassen.

Mieszko Talarczyk wurde am 30. März 2005 in seinem Heimatland beerdigt, seine Band Nasum wird nun mit der Compilation „The grind finale“ endgültig zu Grabe getragen. Das Teil kommt als bis oben hin voll gestopfte Doppel-CD daher, auf der sich nicht weniger als 152 (!) Songs befinden. Gut, dies liegt natürlich auch in der Natur der Sache, schließlich handelt es sich bei Nasum um eine Grindcore- und keine Epic Metal - Band, die von der Spielzeit her wohl kaum 152 Tracks auf zwei Silberlingen unterbringen können würde, dennoch ist „The grind finale“ wirklich liebevoll zusammen gestellt sowie bemerkenswert fett ausgefallen und keinesfalls eine Alibi – Veröffentlichung, mit der man auf Kosten eines tragischen Ereignisses noch mal das schnelle Geld machen möchte (was es leider schon häufig genug gegeben hat). Die Zusammenstellung enthält zahlreiche Sampler-Beiträge, Demo-Tracks, Outtakes von Aufnahmesessions, Bonustracks und sonstige Raritäten, angefangen von der Agathocles Split 7“EP „Blind world“ aus dem Jahre 1993 bis hin zu den Bonustracks und Outtakes des letzten Nasum – Albums „Shift“ (2004). Dabei bewegen sich bereits die frühen Aufnahmen klanglich absolut im grünen Bereich, so dass keinesfalls der Effekt entsteht, dass man die erste CD ohnehin nur sammeln und nicht hören kann, weil der Sound zum in-die-Tonne-kloppen ist. Nein, die auf „The grind finale“ dargebotenen 127 Minuten und 31 Sekunden können ohne (Sound-)Probleme an einem Stück durchgehört werden und bieten dem geneigten Fan höchsten Grindcore-Genuß!

Auch bei der Aufmachung von „The grind finale“ wurde geklotzt und nicht gekleckert: Die Doppel-CD kommt als edles Digibook, wobei die Verpackung den Begriff ‚book’ ausnahmsweise mal tatsächlich verdient hat, denn zusätzlich zu den beiden Silberlingen wartet ein 80(!)seitiges Booklet auf den Käufer, in dem in den Linernotes die Geschichte Nasums nachgezeichnet wird, sämtliche Lyrics der 152 Tracks abgedruckt sind und auch allerlei ‚Statistiken’ (Line Ups, Aufnahmezeiträume etc.) sowie Fotos zu finden sind. Einziger Nachteil dabei: Das Booklet ist so fett, dass die Leimung des Digibooks bei mir bereits bei erstmaligem, vorsichtigem Aufschlagen teilweise auseinander gegangen ist…

Egal, Mieszko Talarczyk kann nicht nur stolz auf die Nasum-Veröffentlichungen zu seinen Lebzeiten sein, sondern auch auf das hiermit vorliegende Abschiedsgeschenk „The grind finale“, das den Untertitel ‚In memory of Mieszko 1974-2004’ völlig zu recht trägt und mit seinem Erbe absolut verantwortungs- und würdevoll umgeht. Nasum-Anhänger können ihre Sammlung mit „The grind finale“ perfektionieren, während jeder Extrem Metal - Fan mit dieser Veröffentlichung für eine deutliche Aufwertung seiner Sammlung sorgen dürfte. Und so nebenbei eignet sich die Zusammenstellung sogar für Nasum-Neueinsteiger, da man es eben nicht lediglich mit uralten Garagensound-Tracks zu tun hat, sondern eine amtliche Grindcore-Vollbedienung vor den Latz geknallt bekommt.

R.I.P., Mieszko!

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