 01. One journey (Intro)
02. The great eternity
03. Emotions of a picture
04. Beyond the moon
05. Tears in Neverland
06. The angels dance (Instrumental)
07. Don't want to be an actor
08. Take me home
09. Footprints
10. Mystic eye Majestic Vanguard sind so gesehen schon länger im Geschäft. Daniel Eskilsson (d.), Andreas Andersson (b.) und Samuel Freden (g. & k.) (Letztere sind Brüder, soweit ich die Biographie richtig verstanden habe – Da hat wohl jemand geheiratet?) (Vielleicht sind es auch Brüder im Sinne von Winnetou und Old Shatterhand...? – ShamRock) begegneten sich das erste Mal in den frühen 90ern und waren seither zusammen in verschiedenen Bands tätig. Im Frühjahr 2003 wurde der im Metal – Bereich völlig unerfahrene Peter Sigfridsson als Goldkelchen ausgewählt und mit ‚Divine Disciple‘ ein Bandname gefunden. Nach der Veröffentlichung eines Demos gelang es dem Vierer, einen Plattendeal zu erhaschen. Mit der Möglichkeit, nun ein ganzes Album aufnehmen und touren zu können, bot sich zudem die Gelegenheit, einen zweiten Gitarristen einzustellen. Im September 2004 wurde die Position mit Johan Abelson besetzt. Mit komplettierter Besetzung und unter dem neuen Banner ‚Majestic Vanguard‘ entstand letztendlich zwischen März und Juni 2005 im Studio X der Silberling „Beyond the moon“. Produziert wurde das Ganze von Drummer Daniel Eskilsson.
Auch wenn die fünf Herren optisch nicht unbedingt danach aussehen, so knallen sie dem Hörer doch eine ordentliche Portion Power Metal vor den Latz. Schnell wird klar, dass sie keineswegs hinter dem Mond leben und statt dessen nur zu gut wissen, was man hören will. Nach einem leisen Intro folgt die schnelle Nummer „The great eternitiy“, die ein wenig an Stratovarius erinnert, nur nicht ganz so keyboardlastig ist wie die Musik der Finnen. Ein eingängiger Refrain, gekoppelt mit einer für das Genre charakteristischen Melodielinie und dazu noch ein wenig Keyboard – fertig ist der Traum einer Fantasywelt. Sänger Peter Sigfridsson liefert dabei einen exzellenten Job ab und klingt beinahe wie J.B.O. – Frontmann Vito C., wenn dieser englisch singt. Musikalisch bewegt sich das Liedgut wie gesagt sehr nah an Stücken von Stratovarius, wobei z.T. auch stampfende Riffs a la Hammerfall mit einfließen – man höre nur einmal „Emotions of a picture“. Seinen Fokus hat Daniel Eskilsson bei der Produktion ganz besonders auf den Gesang und den Background-Chor gesetzt, so dass beides glasklar herauszuhören ist. Alles in allem ist der Klang sehr gut abgerundet. Die acht Songs (die beiden instrumentalen Einspieler „One journey“ und „The angels dance“ mal abgezogen) haben jeweils eine Spielzeit von mindestens vier Minuten und mit „Take me above“ sowie „Mystic eye“ wagen sich Majestic Vanguard sogar an Kompositionen um die sieben bis acht Minuten, die nicht langweilig werden.
Fazit: Zu „Beyond the moon“ ist eigentlich nicht viel zu sagen. Das Album passt mühelos in den Power Metal – Setzkasten und hat im Grunde alles, was man von ihm erwartet. Da aber alles eine Kehrseite hat, muss man auch deutlich feststellen, dass der Silberling unter die Kategorie ‚tut keinem weh‘ fällt, d.h. wer sich ihn zulegt, wird nicht enttäuscht sein, wer ihn hingegen im Laden stehen lässt, muss aber auch keineswegs das Gefühl haben, etwas verpasst zu haben. Kurz gesagt: Solide und keine Enttäuschung, aber nicht zwangsläufig einer Empfehlung wert. Mehr Infos gibt es unter http://www.majesticvanguard.net.
Defroster
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