 01. Regressus Diaboli
02. Bastards From Hell
03. Hate Brigade
04. Children of Darkness
05. Shot 6 Times
06. Gabriel
07. Death of a Vampire
08. Parasite Within
09. Face of Death
10. Visit From The Other Side Da sind sie endlich wieder. Wie lange warte ich eigentlich schon auf diese CD? Eigentlich schon seitdem die „Freakshow 666“ das Licht der Welt erblickte. Laid In Ashes sind wohl mein erster näherer Kontakt zum Underground gewesen. Gesehen habe ich die Band zum ersten Mal 2003 und war sofort hingerissen von der enormen Live-Präsenz der Jungs. Das Album auf der anderen Seite konnte dies wegen einer sehr mäßigen Produktion leider nicht wiedergeben und hinkte den Live-Auftritten der Jungs immer um Längen hinterher. In der letzten Zeit häuften sich im Live-Set auch vermehrt neue Songs, doch irgendwie kam kein Album. Auf mehrfaches Nachfragen an entsprechender Stelle hörte man immer nur ein ‚Kommt bald und es wird geil!’ und weitere 1 ½ Jahre gingen ins Land. Nach und nach kam dann Spur um Spur hinzu und nun ist es endlich soweit: Das gute Stück ist aus dem Presswerk da.
Kaum im CD-Player angekommen, knallt es einem mit "Regressus Diaboli" direkt so richtig um die Ohren… und irgendwie kommt mir das Ganze auch ein wenig bekannt vor. Doch, wo hab ich das denn schon mal gehört? Richtig, jetzt fällt es mir wieder ein. Das war letzte Weihnacht in dem Gebäude aus roten Backsteinen mit dem großen Turm davor und lauter aneinander genagelten Holzstäben, wo so ein Typ dran hing. Irgendwie erinnert mich das Ganze sehr an „Danke für diesen guten Morgen“… Fragt mich nicht warum, das kann aber einfach auch an neun Jahren Hardcore-Katholiken-Elite gelegen haben, so Sachen kriegt man einfach nicht mehr aus dem Kopf… Aber wo wir schon mal beim Thema sind: Die Platte versüßte mir meinen späten Morgen im Laufe der nächsten 35 Minuten enorm, auch wenn mir nachher vom ganzen Mitwippen schwindlig war.
Laid In Ashes geben auf „Bastards from Hell“ erneut mächtig Vollgas und legen nach dem eher mäßigen Vorgänger ein sehr gutes Album in die Waagschale. Hätte der Vorgänger musikalisch durchaus überzeugen können, hatte man sich doch viel durch den schlechten Sound kaputt gemacht. Inzwischen hat man in jeder Hinsicht hinzugelernt, auch wenn der Sound noch immer nicht das Nonplusultra ist. Thrashte sich „Freakshow 666“ wie ein Monster durch die Gehörgänge, um mit melodischen Einlagen aufzuwarten, hat man es bei dem nun vorliegenden Album geschafft, die Elemente noch weiter ineinander zu verweben und bricht mit dem Standartschema. Inzwischen geht man sogar soweit und hat völlig neue Songkonzepte mit eingefügt und besticht mit zwei eher melodischen Nummern. So hat „Gabriel“ bei den Live-Darbietungen noch durch seine an Iron Maiden erinnernden Gitarrenlinien und Melodieläufe begeistern können und kommt auf Platte in einem schmucken Keyboardgewand daher. Einmal abgesehen davon geht es allerdings in den Songs mächtig zur Sache und man mäht alles nieder, was sich dieser Wand entgegenstellt. Wie schon vorher angesprochen, gibt es hier allerdings auch wieder ein wenig Kritik anzubringen. Wie schon erwähnt ist mir der Sound auch dieses Mal ein kleiner Dorn im Auge. Zwar hat man sich im Vergleich zum Vorgänger enorm gesteigert, nichtsdestotrotz herrscht meiner Meinung nach ein leichtes Ungleichgewicht zwischen den verschiedenen Elementen. So hätte man den Gitarrensound durchaus ein wenig fetter und bestimmender in den Vordergrund mischen können. Das Ganze klingt ein wenig zu dumpf in meinen Ohren. Manch ein Old School Thrasher mag mich vielleicht für diesen Kommentar an den Ohren an der Wand aufhängen wollen, aber ich steh nun mal eher auf ’ne ordentlich dicke Death Metal High Gain Wand. Auch gesangstechnisch hat sich einiges getan. Live gehört Sänger Fabian zu meinen Favoriten, was Wechselgesang zwischen Kreischen und Grunzen angeht. Ich habe bisher wenige Sänger gehört, vor allem auf diesem Level, die dies so enorm eindrucksvoll rüberbringen konnten. Auf der Platte schafft er dies leider nicht so ganz. Während mir auf „Freakshow 666“ ein zu geringer Unterschied zwischen den beiden Gesangsarten war, ist mir dieser auf „Bastards from Hell“ teilweise schon wieder zu extrem. Ein gutes Mittelmaß wäre angenehm gewesen.
Nicht immer nur rumnörgeln, besser machen… ich kann definitiv sagen, dass ich das nicht könnte. Ich bin auch froh, dass ich nicht muss, obwohl es dann vielleicht ein wenig schneller gegangen wäre. Laid In Ashes haben mit ihrem neuen Album da weiter gemacht wo sie aufgehört haben und präsentieren immer noch eine durchdringende Mischung aus Death- und Thrash Metal, die es in sich hat. Dabei hat man allerdings nicht vergessen, auch ein paar neue Einflüsse mit einzuarbeiten, um die Sache rund zu machen. An dieser Stelle sei jedem diese Platte ans Herz gelegt und darüber hinaus der Befehl erteilt, sich die Jungs live anzusehen. Am besten so oft und so viel es geht, denn da zeigen sie, was sie wirklich können und stecken das gut gewordene Album locker in die Tasche. Jawohl!
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