GuerrillaKickstart Revolution>> Mehr Material zur Band

01. Into The Mire
02. Plagueraiser
03. Vengeance
04. Maniac Melodies
05. Shatter The Swastika
06. Genadium Dawn
07. United In Demise
08. Armada
09. Die At The Stake
10. Candour To Live
Die Jungs aus Köln sind endlich wieder da. Nachdem die unglaublich grandiose ‚No Inch Back’ nun inzwischen schon seine Jahre auf dem Buckel hat und es um die Band eine recht lange Zeit still geworden ist, hat man sich Mitte letzten Jahres mit der Ankündigung eines neuen Albums zurückgemeldet. Danach passierte dann aber eine lange Zeit nichts mehr. Zumindest für Außenstehende. Die Band selber wird sich in dieser Zeit aller Wahrscheinlichkeit nach in ihren Proberaum eingeschlossen haben und die Zeit zum schreiben des neuen Albums genutzt haben. Ende 2009 war es dann endlich soweit und ‚Kickstart Revolution’ wurde angekündigt.

Das die Jahre auch an einer Band wie Guerrilla nicht so einfach vorbei gehen ist verständlich und so ist einiges passiert. Na ja, eigentlich ist einiges wohl nicht der richtige Ausdruck. Man ist seinem Stil im Großen und Ganzen treu geblieben, man hat sich lediglich mit einigen Line-Up Wechseln anfreunden müssen. So hat Sänger Marc die Band verlassen und ist nun mit der Band All we Hate unterwegs und an seiner statt hat Sven Bodsch das Mikro übernommen. Ein Sängerwechsel ist für jede Band immer eine enorme Veränderung, aber bei Guerrilla macht dieser Wechsel aufgrund der extrem markanten Stimme von Marc einen unglaublich großen Unterschied aus.

Fangen wir aber lieber mal mit dem Album selber an. Einmal abgesehen von der immer wiederkehrenden Sängerfrage ist eigentlich alles beim alten geblieben. Guerrilla spielen immer noch Thrash Metal mit einem Hang zu schrägen Melodien und eigenwilligen Riffs. Schon bei ‚No Inch Back’ musste man anerkennend bemerken, dass es kaum eine Band gibt, die wie Guerrilla klingen. Auf ‚Kickstart Revolution’ hat man dies nun weiter ausgebaut und, meiner Meinung nach, ein Album geschaffen, dass sich so mit nichts anderem vergleichen lässt. Die Band hat einfach ihren eigenen Stil. Die Jungs donnern dem Hörer ein Riff nach dem nächsten in die Fresse und planieren einem die Gehörgänge, das man dafür jeden Trommelfellriss billigend in kauf nimmt. Doch neben den extrem grandiosen Riffpassagen hat man auch einige ruhigere Momente mit eingebaut. Nicht nur spielt Gitarrist Alex Bartkowski einige extrem melodische Soli, die einen schönen Kontrapunkt zu den vertrackten Riffs bilden, auch hat man wieder die gewohnten Akustikpassagen mit eingebaut.
Schlagen wir nun erneut den Bogen zum Gesang und kommen noch einmal auf Sven Bodsch zurück. Anfangs hatte ich so meine Probleme mich an den neuen Mann am Mikro zu gewöhnen, da dieser komplett anders als sein Vorgänger klingt. Während Marcs markante Stimme den gesamten Song beherrschte, kommt Svens Gesang wesentlich weniger dominant daher, kann dafür aber im laufe des Albums durch Variabilität überzeugen, die man vorher vergebens gesucht hat. Wenn man sich aber einmal damit abgefunden hat und sich an Svens Vocals gewöhnt hat, will man diese nicht mehr missen.

‚Kickstart Revolution’ ist ohne wenn und aber wohl eins der besten Alben, dass ich in den letzten Jahren gehört habe und dies beziehe ich nicht nur auf den Underground Bereich. Was die Jungs hier abgeliefert haben stampft einige der Major-Releases sauber und ohne größere Schwierigkeiten metertief in den Boden. Das Album hat sich inzwischen an die Spitze meiner meist gespielten Stücke auf dem Ipod gemausert und ich kann noch nicht die geringsten Abnutzungserscheinungen feststellen. Lediglich die Produktion hätte für meinen Geschmack ein kleines bisschen klarer sein können, das ist allerdings das einzige kleine Manko der Platte. Doch das Beste an der Platte habe ich noch gar nicht erwähnt. Zum Zeitpunkt dieser Review liegt der Preis für dieses Album bei sage und schreibe einer Email... mehr braucht es nämlich nicht, den Downloadlink über die Webseite der Band http://www.guerrilla-metal.com/ anzufordern. Doch selbst wenn ihr das Geld für die gepresste Version ausgebt, ist diese immer noch jeden Cent wert und es gibt noch einmal ein Extra in Form eines Bonustracks mit dabei.


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