Enemy of the SunCaedium>> Mehr Material zur Band

01. Lithium
02. Another end of the rainbow
03. I am one
04. Chasing the dragon
05. Castaways in the n.w.o.
06. The power of mankind
07. Ticket
08. Paradigm
09. Try out
10. The golden horizon
11. Sky shooting stars
12. Stolen sky
13. Aimless
14. In memoriam
Enemy of the Sun ist eine Band die von dem Produzenten und ehemaligen Grind Inc. Gitarristen Waldemar Sorychta ins Leben gerufen wurde. Nachdem dieser nach einer Pause vom Metal mal wieder so richtig loslegen wollte, scharte er eine Schar begabter Musiker um sich um so richtig los zu legen und sich auszutoben. Mit dabei ist der finnischen Ausnahmesänger Jules Näveri, der mit seiner Stimme zwischen Layne Staley und Chuck Billy begeistern kann, Alla Fedynitch am Bass, die mit Peter Tägtgrens Pain auf der Bühne gestanden hat, sowie den Präzisionsdrummer Daniel Zeman. Schon mit dem ersten Album 'Shadows' legte man ein Werk vor, welches auf vielen Leveln begeistern konnte, jedoch auch für Verwirrung sorgte. Der Sound der Band, wie auch Songstrukturen und -Aufbau sind einfach eine Sache für sich und nicht so einfach zu fassen.

Dies ist auch bei dem neuen Album 'Caedium' nicht anders. Wie zuvor hat die Band ihren eigenen Charakter nicht abgelegt und ist weiterhin in vielen Bereichen anzusiedeln, wobei der Grundtenor doch immer Metal ist. So hat man zum Beispiel mit "Paradigm" eine astreine und dreckige Rock'n'Roll Nummer mit untergebracht. Auf der anderen Seite findet man jedoch mit Stücken wie "Castaways in the N.W.O." eine eher technische Death Metal Nummer. "Stolen Sky" erinnert auf der anderen Seite dann aber irgendwie an alte Sepultura oder Soulfly Stücke. Aber auch ganz eigenständige Songs, die sich nicht klar in irgendwelche Schubladen stecken lassen, wie zum Beispiel "Another End of the Rainbow" oder "The Golden Horizon" können überzeugen. Vor allem die Gitarrenarbeit bleibt bei allen Songs über jeden Zweifel erhaben. An einigen Stellen hätte man sich mit den Vocals jedoch ein wenig zurücknehmen können. So klingen diese zeitweise mächtig schief, was wahrscheinlich beabsichtigt ist, doch die Ohren ganz schön strapaziert.

'Caedium' ist ein sehr anspruchsvolles Album, welches in vielerlei Hinsicht überzeugen kann. Dabei sind allerdings eine Hördurchläufe nötig um dem Werk Herr zu werden und nicht nur an der Oberfläche zu kratzen. Das Album erschließt sich einem halt nicht beim ersten Hören, sondern man muss hier wirklich Zeit investieren. Dafür wird man aber mit einem außergewöhnlichen Hörgenuss belohnt, der es in sich hat. Wer bereit ist sich darauf einzulassen und sich nicht nur beim Powermetal oder stumpfen Death Metal zuhause fühlt, der kann hier ruhig zuschlagen.


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