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| Crucified Barbara | Essen, Turock - 17.12.2009 | >> Mehr Material zur Band |
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Crucified Barbara
Support: Bonafide, Nikki Puppet,
Essen, Turock
17.12.2009
Nachdem Crucified Bararba vor kurzem ihr neues Album 'Til Death Do Us Party' auf den Markt geworfen hatten, war es einmal mehr Zeit für eine kleine Europatour um das Werk zu präsentieren. Das letzte Mal das ich die Damen live gesehen habe ist nun schon ein Weilchen her und muss auf einem der größeren Sommerfestivals gewesen sein. Eigentlich schade, denn wenn ich mich recht erinnere hatte ich an dem Tag richtig Spaß an dem Auftritt. Na ja, wollen wir der Gelegenheit mal nicht länger nachweinen, sondern uns vielmehr dem bevorstehenden Abend widmen. Pünktlich wie die Maurer sind wir im Essener Turock aufgelaufen, doch zu meinem erstaunen, waren bisher lediglich recht wenige Besucher anwesend. Eine Tatsache, die ich immer recht bedauerlich finde, gerade wenn man erwarten kann, dass man ein erstklassiges Programm geboten bekommt. Doch fangen wir am besten einmal am Anfang des Abends an. Die Schwedinnen hatten sich für diesen Abend ihre Landsmänner von Bonafide mitgenommen und als lokaler Support worden Nikki Puppet angetreten.
Die Band um Sängerin Nicky Gronewald begann ihr Set mit Syncronized los. Allerdings war das Publikum noch nicht so zahlreich versammelt, dass man sonderlich viele Leute hätte begeistern konnte, auch hatte die Band so ihre Startschwierigkeiten und brauchte erst einmal zwei, drei Songs um richtig in Fahrt zu kommen. Nachdem man sich allerdings warm gespielt hatte, merkte man der Band doch den Spielspaß an. Zwar war Sängerin Nicky nicht immer genau auf dem Ton und Basserin Anke wirke ein wenig abwesend, doch ging die Gesamtmischung auf. Was dem Ganzen noch einmal einen besonderen Kick gab war Gitarrist Christos Mamalitsidis, der einen unglaublich starken Ton hatte und mit seinen Riffs und schnellen Soli einiges an Boden gut machte. Gegen Ende des Sets schienen sich die Anwesenden nun auch endlich mit der Band angefreundet zu haben und man erntete einen verdienten Applaus.
Syncronized
Pricks
Paralized
Puppet on a String
Militant Mother
Ignorance
Turning in Circles
Power Seeker
I don't know
Wie man bei dem Bandnamen Bonafide, schon vermuten kann, handelt es sich bei den Jungs aus Malmö um eine an Ac/Dc angelehnte Rockband, die sich gerade den ersten Alben mit Bon Scott verschrieben haben. Mit einer dreckigen Mischung aus Rock und jeder Menge Bluesanleihen wollte man an diesem Abend die Menge begeistern. Allerdings fehlte mir und wohl auch einigen der Anwesenden hier der letzte Kick an Energie. Während der Sound bei Nikki Puppet durch die weit größere Verzerrung getragen wurde, hielt sich dies bei Bonafide in Grenzen und so wirkte der Sound alles in allem etwas flau. Zwar gab man sich auf der Bühne alle Mühe die Leute zu begeistern, doch strahlten die Jungs in meinen Augen einfach nicht genug Stagepräsents aus um sämtliche Anwesenden für sich einnehmen zu können. Dabei war das was man musikalisch präsentierte gar nicht mal so schlecht. Vielleicht irritierte mich aber einfach auch nur die Tatsache das Sänger Pontus Snibb unserem deutschen Sasha/Dick Brave wie aus dem Gesicht geschnitten schien.
Nun war es endlich soweit und die Damen des Abends waren an der Reihe für Aktion zu sorgen. Nach einer kurzen Umbaupause startete man auch direkt mit "Killer on his Knees" in sein Set... meine Fresse, was die Damen an Energie durch die Boxen drückten habe ich so aber schon lange nicht mehr erlebt. Der ganze Boden vor der Bühne war am Vibrieren, das haben selbst Krisiun seinerzeit nicht geschafft, als ich sie das letzte Mal im Turock gesehen habe. Leider war aber auch der Sound am Anfang des Auftritts ein wenig matschig und die Gitarren versanken in einem undifferenzierten Brei, der den Songs viel ihrer Energie nahm. Gott sei Dank bekam man das Problem recht schnell in den Griff und so konnten die Anwesenden den Rest des Gigs weitestgehend Störungen genießen, auch wenn in Sachen Klarheit und Druck wohl noch ein wenig mehr gegangen wäre. Was die Damen hier ablieferten war wirklich ein Genuss. Im Gegensatz zu ihren beiden Vorbands hatte man sich bei Crucified Barbara den Heavy Metal auf die Fahne schrieben... und dieser wurde auch in vollem Ausmaß ausgelebt. Seien es die enorm starken und gradlinigen Riffs, die Gitarristin Klara Force den Anwesenden, im wahrsten Sinne des Wortes, in die Gesichter schraubte ohne dabei, so schien es zumindest, den Kopf auch nur eine Minute still zu halten, die groovigen Basslinien von Ida Evileye zusammen mit den drückenden Drums von Nicki Wicked oder die enorm starke Stimme und die energetischen Soli von Frontfrau Mia Coldheart, hier schien einfach alles zu stimmen (einmal abgesehen vielleicht von der recht eigenwilligen Namenswahl der Damen, ich hab eigentlich nur drauf gewartet, dass die sich die Klamotten vom Leib reisen und in ihrem Klark Kent Outfit dastehen - mit dicker Hornbrille und Anzug versteht sich). Ich möchte mir hier jetzt alle geschlechtsspezifischen Kommentare sparen, sondern es einfach viel allgemeiner formulieren, was die Mädles an diesem Abend ablieferten, war ein enormes Stück Livemusik an dem sich einige andere Bands mal eine gehörige Scheibe abschneiden sollten.
So ging der Abend dann auch recht schnell herum und nach doppelter Zugabe waren nicht nur die Musikerinnen auf der Bühne ausgelaugt, auch das Publikum schien nicht viel mehr verkraften zu können. Als Fazit des Abends kann man eigentlich nur festhalten, dass für solch einen intensiven und unglaublich guten Auftritt wieder einmal viel zu wenig Besucher anwesend waren. Ich kann eigentlich nicht verstehen warum es nicht so ist, aber solche Gigs sollten und müssten eigentlich grundsätzlich immer ausverkauft sein.
Killer on his Knees
Play me Hard
Rats
Motorfucker
In Distortion we Trust
Killed by Death
Jennyfer
Pain & Pleasure
Creatures
Going Down
Sexaction
Blackened Bones
Losing the Game
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My Heart is Black
Rock'n'Roll Bachelor
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